Was sich immer mehr auf uns alle auswirkt, sowohl auf professionelle Planer als auch auf Einzelpersonen, die sich auf eine bessere Zukunft vorbereiten, sind nicht die materiellen Dinge des Lebens – wie z. B. Unternehmensergebnisse – sondern die immateriellen Dinge: unsere Hoffnungen und Ängste, unsere Überzeugungen und Träume. Nur Erzählungen – Szenarien – und unsere Fähigkeit, uns unterschiedliche Möglichkeiten für die Zukunft vorzustellen, erfassen diese immateriellen Dinge angemessen.
In Die Kunst der langen Sicht umreißt Peter Schwartz den szenariobasierten Ansatz und stellt ein schrittweise aufgebautes Entwicklungsverfahren für Szenarien vor, bei dem die zu fällende Entscheidung isoliert wird und die wesentlichen Faktoren und treibenden Kräfte in der Umgebung, die diese Entscheidung beeinflussen, identifiziert werden. Statt Szenarien einmalig als Mittel zur Bewertung einer spezifischen Entscheidung oder Richtung heranzuziehen, legt er Führungskräften nahe, sie zu einem ständigen, informellen und kreativen Teil der Dialoge und Lernprozesse in der Organisation zu machen. Schwartz beschreibt die neuen Techniken, die ursprünglich bei Royal/Dutch Shell entwickelt wurden, anhand vieler seiner praktischen Szenarioarbeiten bei den führenden Institutionen und Unternehmen der Welt, darunter das Weiße Haus, EPA, BellSouth, PG&E und die International Stock Exchange.